Berichterstattung 2010
Hier veröffentlichen wir für Sie die Berichterstattung der Grafschafter Nachrichten (von Thomas Kriegisch, 08.11.2010) zur diesjährigen Messe Lebens(t)räume:
Überaus zufrieden zeigten sich gestern zum Abschluss der „11. Lebensträume“ Messeleitung und Aussteller. Über 13.000 Besucher nutzten zwischen Freitag und Sonntag das große Angebot in der „Alten Weberei“, um sich bei 70 Ausstellern über das „Bauen, Wohnen und Leben“ zu informieren. Groß war das Interesse am Thema Energiesparen und an der energetischen Altbausanierung. Starke Nachfrage herrschte auch nach Nordhorns citynahem Wohnungsangebot und dem geplanten Ferienpark. Im Aufwind ist wieder der Immobilienmarkt, und auch das Bauhandwerk vermeldet einen leichten Aufschwung.
Die „11. Lebensträume“ haben so viel Publikum angezogen wie noch keine der zehn Grafschafter Immobilien-Messen zuvor, meinte gestern im GN-Gespräch Thomas Witte, Geschäftsführer der veranstaltenden „Zengamedia Concept- und Eventmarketing Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH“. Auffallend war für Witte, dass der erste Messetag am Freitag diesmal längst nicht so verhalten anlief und doppelt so viele Besucher wie im Vorjahr kamen. Auch am Sonnabend erschien nach Wittes Worten deutlich mehr Publikum, während der Sonntag als dritter und letzter Messetag wieder den erwartet größten Besucherandrang brachte.
Das starke Publikumsinteresse an den zentralen Themen Wohnen, Finanzieren, Bauen, Gestalten von Haus, Wohnung oder Garten und die Zufriedenheit der Aussteller, die wieder zu 85 Prozent aus der Grafschaft kamen, haben für Witte das Konzept der „Lebensträume“ als nach wie vor zeitgemäß bestätigt. Mit dem konzentrierten und umfassenden Informationsangebot zum Bauen und Wohnen auf den 1400 Quadratmeter Messefläche, dem kostenlosen Eintritt, den gut besuchten Fachvorträgen und den Möglichkeiten zum persönlichen und konkreten Gespräch zwischen interessierten Besuchern und Ausstellern trifft das Messekonzept den „Nerv der Grafschafter“, meinte Witte. Wichtig sei aber auch, dass die Aussteller über die Jahre zu einer „Lebensträume-Familie“ zusammen gewachsen seien und alle an einem Strang ziehen. So ließen es sich viele Aussteller trotz eines harten Messetages am Samstag nicht nehmen, abends gemeinsam ihre Messe-Party zu feiern.
Bei einer kleinen GN-Umfrage auf der Messe zeigten sich am Sonntag die befragten Aussteller aus den Bereichen Projektentwicklung, Immobilien, Sanierung und Bauhandwerk rundum mit der Nachfrage, den abgeschlossenen Messe-Geschäften und der Aussicht auf Folgeaufträge zufrieden. Als „ausgezeichnet“ bewertete zum Beispiel Rolf Schlüter, Geschäftsführer von „Schlüter & Niers Immobilien“, den Messeverlauf: „Wir haben noch nie in den Vorjahren einen so guten Start hingelegt.“ Starke Nachfrage verzeichneten die Projektentwickler etwa bei der „Generation 55+“ nach Wohnungen in Neubauprojekten im Innenstadtbereich. Viele ältere Nordhorner, denen ihr Einfamilienhaus zu groß geworden ist, suchten mittlerweile nach modernen Drei-Zimmer-Wohnungen um die 90 Quadratmeter in bester Citylage.
Großes Interesse registrierte Schlüter aber auch an dem von seinem Unternehmen projektierten Ferienpark in Nordhorn, wobei viele der Anleger den touristischen Reiz des Parks nicht allein am Standort Nordhorn, sondern am naturnahen Erholungsangebot in der gesamten Grafschafter Region festmachten. „Die Nachfrage lässt uns hoffnungsvoll in die Zukunft schauen“, sagte Schlüter. Die Liste der Interessenten, die im Park investieren wollten, umfasse nach der Messe drei Seiten. Im kommenden Frühjahr will „Schlüter & Niers Immobilien“ die ersten Musterhäuser auf dem bereits erschlossenen Gelände zwischen Eissporthalle und Vechtesee errichten und in die Vermarktung einsteigen.
„Super zufrieden“ war etwa auch der Nordhorner Dämmspezialist Ralph Wittenburg. Wie der Geschäftsführer der gleichnamigen GmbH berichtete, hat die Nachfrage nach Wärmedämmung von Altbauten und Energiespar-Möglichkeiten bei den Hausbesitzern stark zugenommen. Dabei gehe es den Kunden nicht mehr nur um Teilaspekte einer energetischen Sanierung, sondern um das „Gesamtpaket Haus“.
Auch die Gewerke des Baus dürften die „Lebensträume“ optimistisch gestimmt haben. Ludger Timmermann von der Innenausbau- und Fensterbaufirma „Tieneken Elementbau GmbH“ aus Emlichheim sprach von einem „kleinen spürbaren Aufschwung“.
Dass auch zeitweise eher verhaltene Immobilien-Markt wieder im Aufwind ist, berichtete Geschäftsführer Werner Poll vom „Epi-Dienstleistungsbüro Elbert + Poll Immobilien GmbH“. „Mit dem Hauskauf geht es wieder aufwärts“, meinte Poll – vor allem junge Leute suchten verstärkt nach einer eigenen Immobilie. Gefragt sei hier das Preissegment bis zu 200000 Euro, wobei der gegenwärtige, je nach Laufzeit berechnete Zinssatz von rund 3,5 Prozent das eigene Haus lukrativer mache als das langjährige Wohnen zur Miete.
Mit etlichen Suchanfragen nach gut verwertbaren Objekten in den Auftragsbüchern ist für Poll die Sache klar: „Wir können jetzt schon sagen, dass wir in den nächsten drei, vier Jahren weiterhin auf der Messe ,Lebensträume’ dabei sind.“