Hallenplan

Als im Jahr 1839 die erste mechanische Weberei entstand wurde die Stadt Nordhorn zu einem bedeutenden Standort der Textilindustrie. Durch die drei Großunternehmen NINO, Povel und Rawe arbeiteten im Jahre 1960 12.000 Menschen in der Nordhorner Textilindustrie. In den frühen 80er Jahren ging die Nachfrage zurück, sodass am 31.12.1999 die Ära der Textilindustrie in Nordhorn zu Ende ging.

Aus dieser Zeit stammt das heutige unter Denkmalschutz stehende „Kultur- und Tourismuszentrum Alte Weberei“. Die Fabrikhalle wurde im Jahre 1949/50 im Auftrag der Textilfirma Povel errichtet. Die Halle hatte ihre Vorteile darin, dass sie nur von wenigen Pfeilern unterbrochen war und so eine sehr weiträumige Arbeitsfläche vorhanden war. Es konnten bis zu 300 moderne Webstühle untergebracht werden. Durch die Vorzüge der Halle wurde sie zum Muster für fast 100 weitere Hallen in Europa.

Zwischen 1997 und 1999 wurde die Halle zum „Kultur- und Tourismuszentrum Alte Weberei“ umgebaut. Heute befindet sich dort die Städtische Galerie Nordhorn mit Wechselausstellungen, die ständige Ausstellung „Textile Arbeitswelten“, der Radiosender Ems-Vechte-Welle, die Kunstschule der Städtischen Galerie Nordhorn, das Grafschafter Brauhaus und ein Bühnensaal.

Seit dem Jahre 2000 findet am ersten Novemberwochenende jeden Jahres auf den über 1.500 qm die Messe Lebens(t)räume statt. Rund 60 verschiedene Aussteller präsentieren alles aus den Bereichen Bauen, Wohnen und Leben.